Mit gerade einmal 13 Jahren steht Joel nicht nur selbst regelmäßig als Spieler des "SV HoSe" auf dem Fußballplatz, sondern hat zusätzlich bereits eine weitere Rolle übernommen: die des Schiedsrichters. In seinem Alter beschäftigen sich viele noch hauptsächlich mit eigenem Training und Spiel  – Joel hat sich dagegen entschieden, den Fußball zusätzlich aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen.

Im Interview erzählt er, wie es dazu kam, was sich durch seine neue Aufgabe verändert hat – und warum gerade diese Erfahrung seinen Blick auf den Fußball nachhaltig geprägt hat.

 

 1. Joel, du bist selbst aktiver Fußballer – wie kommt man mit 13 auf die Idee, auch noch Schiedsrichter zu werden?

Mein Vater hat vor knapp 2 Jahren seinen Schiri-Schein gemacht und ich wollte das jetzt auch ausprobieren.

Außerdem finde ich es interessant, das Spiel auch mal als Schiedsrichter „von der anderen Seite“ zu sehen, um selbst manche Situationen besser zu verstehen.

 

 

 2. Was finden deine Mitspieler oder Freunde daran am coolsten, dass du jetzt Spiele pfeifst?

Kann ich gar nicht so sagen, aber einige sind motiviert jetzt auch ihren Schein zu machen. Von meinen Freunden, die in anderen Vereinen spielen, hoffen, dass ich nie deren Spiele pfeife muss.. *lacht*

 

3. Wie hat sich dein Blick auf Fußball verändert, seit du selbst Schiedsrichter bist?

Durch die Ausbildung habe ich einen anderen Blick und Verständnis zu einigen Regeln und sehe manche Situationen auf dem Platz viel deutlicher. Aber ich habe auch bemerkt, dass es für Schiedsrichter gar einfach ist, auf dem Platz zu stehen und das Spiel zu leiten. Vor allem, wenn Spieler, Trainer und besonders ELTERN von außen reinrufen, weil sie vieles besser wissen...;)

 

 4. Du hast dein Debüt schon hinter dir! Gab es in deinem ersten Spiel als Schiedsrichter schon eine Situation, bei der du kurz dachtest: „Oh oh, was mache ich jetzt?“

Nein, eigentlich nicht! Aber man ist zu Anfang sehr nervös und denkt immer "mache ich alles richtig?"

 

 5. Welche Regel im Fußball kennen deiner Meinung nach viel zu wenige Spieler richtig?

*Überlegt* Die Abseitsregel! Nicht der letzte Spieler, sondern der vorletzte Spieler ist der Orientierungspunkt, weil der Torwart als Spieler mitzählt, wenn er selbst nicht der Letzte ist. Gibt sicherlich noch mehr, Handspiel und Fouls zum Beispiel, aber das fällt mir spontan ein.

 

6. Was würdest du anderen Jugendlichen sagen, die überlegen, auch Schiedsrichter zu werden?

Machen! Es ist eine tolle Sache, man lernt Einiges dazu, auch wenn man schon länger Fußball spielt. Man leitet ein Spiel und der Großteil von Spieler/Trainer respektieren einem. 

 

 

7. Wenn du dir etwas für die Zukunft beim SV HoSe wünschen könntest – was wäre das?

Puhh, gute Frage. Vielleicht einfach noch etwas mehr Anerkennung für die Schiedsrichter.

 

Joels Wunsch zeigt uns, wie sehr er die Bedeutung seiner neuen Aufgabe bereits verstanden hat. Der Verein wird diesen Gedanken ernst nehmen und sowohl hinter ihm als auch hinter den anderen neuen Schiedsrichtern stehen, um sie auf ihrem Weg bestmöglich zu unterstützen und ihre wichtige Rolle im Fußball weiter zu stärken.

Das Interview haben wir auch stellvertretend für unsere "Neu-Schiris" Daniela, Hugo, Felix und Mathis geführt. Danke euch allen für eure Entscheidung und euren Einsatz! Wir wünschen euch allen viel Freude und Erfolg auf eurem Weg als Schiedsrichter:in.