- Wer bist du?
Henrik, aufgewachsen in Südniedersachsen an der Weser, seit 26 Jahren glücklich verheiratet und Vater von zwei gesunden Kindern, die nach der Schule jetzt auf einem guten Weg ins Berufsleben sind. Wir wohnen seit über 20 Jahren in Holm-Seppensen und haben es nie bereut, in die Nordheide gezogen zu sein.
- Du bist beruflich Controller. Welche Erfahrungen aus deinem Job bringen dich im Vereinsalltag besonders weiter?
Der Umgang mit Zahlen hat mein ganzes Leben geprägt und war vermutlich vor allem als Kind für mein Umfeld auch manchmal herausfordernd. Zumindest ist der sparsame Einsatz von Ressourcen für mich sehr wichtig und hilft sicher auch, dass wir als Verein keine finanziellen Abenteuer anstreben.
- Oftmals hört man: „Henrik hält den Verein zusammen.“ Was bedeutet dir dieser Satz persönlich?
Ich glaube, bei über 850 Mitgliedern kann ein Einzelner einen Verein gar nicht zusammenhalten. Dazu gehören ganz viele: meine Vorstandskolleg:innen, die vielen Übungsleiter:innen und anderen Helfer:innen des Vereins, die ganz viel Zeit und Herzblut in unseren Verein stecken. Letztlich natürlich jedes Mitglied unseres Vereins. Wenn ich mit meinem Beispiel andere ein Stück weit motiviere, sich für unseren Verein zu engagieren, freut mich das.
- Was motiviert dich, dich so zuverlässig und engagiert im Ehrenamt einzubringen?
Ich finde, dass unser Verein derzeit eine gute Entwicklung nimmt. Das motiviert. Es ist aber auch klar, dass so etwas kein Selbstläufer ist und Engagement von vielen benötigt wird, und da muss selbstverständlich der Vorsitzende auch mit gutem Beispiel vorangehen.
- Du bist auch begeisterter, aktiver Fußballer bei „HoSe United“ – manche gaben dir den Spitznamen „Fußballgott“. Wie würdest du deinen Spielstil oder deine Rolle auf dem Platz beschreiben?
Persönlich habe ich diesen Spitznamen noch nicht gehört, und es würde an der Realität auch komplett vorbeigehen. Mein Spielstil ist sicher von Kampf und nicht von Technik geprägt; außerdem ist das Verhindern eines Tores viel mehr in meiner DNA als die Offensive. Eine spezielle Rolle sehe ich eigentlich nicht – vielleicht, dass ich versuche, meine Mitspieler zu motivieren, ihr Bestes zu geben. (Anm. der Redaktion: Insider munkeln, dass erstaunlich oft die Mannschaft gewinnt, in der Henrik spielt. Vielleicht liegt das auch daran, dass er die Mannschaften vor Spielbeginn einteilt.)

- Welche Eigenschaften sind dir im Vereinsleben besonders wichtig – und wo glaubst du, dass unser Verein heute schon heraussticht?
Fairness, Gemeinschaftssinn und Engagement – ich glaube, wir müssen uns als Verein nirgends verstecken, aber das Engagement von vielen zeichnet uns schon aus.
- Du bist bekannt dafür, immer verlässlich da zu sein. Wie behältst du selbst bei schwierigen Momenten im Verein die Ruhe?
Eigentlich versuche ich immer, in Lösungen zu denken. Ich hadere eher selten damit, warum etwas so ist, wie es nun mal ist, sondern überlege eher, wie man ein Problem löst. Da helfen Schnellschüsse nicht unbedingt. Trotzdem muss man natürlich zügig zu Lösungen kommen und eine Entscheidung nicht aus Angst, etwas falsch zu machen, zu lange hinausschieben.
- Gibt es ein Projekt oder eine Entwicklung, auf die du in deiner Zeit als Vorsitzender besonders stolz bist?
Eigentlich möchte ich da zwei Dinge nennen. Zum einen unsere 75-Jahr-Feier im letzten Jahr, bei der am Ende über 150 Freiwillige dazu beigetragen haben, dass wir ein großartiges Fest gefeiert haben.
Andererseits bin ich auch ein Stück weit stolz darauf, dass wir unser Sportangebot deutlich erweitern konnten – durch Badminton, Bogenschießen, Dart, Mädchenfußball, Yoga, Sportakrobatik und Boule. Ich freue mich auf weitere innovative Vorschläge unserer Mitglieder.

- Wohin soll sich der SV Holm-Seppensen deiner Meinung nach in den nächsten Jahren entwickeln? Welche Vision treibt dich an?
Das Wort „Vision“ ist mir ehrlich gesagt zu mächtig, auch wenn ich es dabei nicht mit Helmut Schmidt halte. Ich hoffe, dass wir unseren Mitgliedern weiterhin ein attraktives Sportangebot mit motivierten Übungsleiter:innen bieten können, das gerne auch noch ein Stück ausgebaut werden darf. Mit dem vielen Engagement aus dem Verein sollte es uns möglich sein, die finanzielle Basis für die Erweiterung unseres Vereinsheims zu schaffen, das sich dann hoffentlich noch mehr zum Treffpunkt unseres ganzen Vereins entwickelt.
- Zum Schluss: Welchen Satz würdest du unseren Mitgliedern, Übungsleitern und Verantwortlichen mit auf den Weg geben – einen Satz, den sie garantiert nie vergessen?
Da fällt mir spontan ein: „Fragt nicht, was der Verein für euch tun kann, sondern was ihr für den Verein tun könnt.“ Wenn jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag zur Entwicklung unseres Gemeinwesens leisten kann, dann kommen wir noch ein Stück weiter als bisher und freuen uns an dem, was wir gemeinsam geschafft haben.

Der SV Holm-Seppensen kann sich glücklich schätzen, einen Vorsitzenden wie Henrik zu haben – engagiert, authentisch und immer mit dem Blick für das Ganze. Danke für das Interview, Henrik!




